Landesverband der Köche Berlin-Brandenburg

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Die Chronik des Landesverband der Köche Berlin-Brandenburg von Andreas Rohde –

1989

Die Ausführungen beginnen mit dem 04.11.1989 – als Herr Ackermann die Teilnehmer der Generalversammlung des VKD, die in West-Berlin stattfand, in das Palast-Hotel einlud. Als ein Teil von Chef-Köchen der Interhotels-Gästehäuser, sowie führenden Gaststätten aus der DDR auf die Gäste im Palast Hotel warteten, wurde über eine Gründung eines DDR-Verbands gesponnen. Das aber, in 5 Tagen ein Ereignis eintrat, dass alles änderte – der Fall der Mauer – hatte niemand auch nur gedacht.

Im Januar 1990 trafen sich dann erstmals Köche aus Mitteldeutschland mit einigen Berlinern in Leipzig, um einen Köcheverband Mitteldeutschlands zu gründen. Daraus entwickelte sich dann eine vorläufige Gründung eines DDR-Verbands um den Präsidenten Ackermann. Danach begannen sich im Einzugsgebiet Berlin-Brandenburg Vereine zu gründen. Am 06.03.1990 gründete sich der Verein der Köche der Hauptstadt Berlin e.V., im Schloss Niederschönhausen mit tatkräftiger Unterstützung der beiden Westberliner Vereine 1841 Berlin und Küchenmeisterinnung Herrn Peter Mahler und Herrn Kappes. Die beiden letztgenannten waren dann auch mit Heinz Kontowski und Herrn Seidel von der Firma Vortella Wiesana, sowie anderen, entscheidend beteiligt an der Gründung weiterer Vereine. Dazu kamen noch Kollegen aus Niedersachsen und dem Norden.

ab 1992

Ende 1992 hatten sich schon einige Vereine gegründet, so dass man beginnen konnte, aus der 2er AG Berlin – eine AG Berlin-Brandenburg zu gründen. Hier taten sich wieder Herr Mahler, Herr Kappes, Herr Bormann und Herr Lindener hervor, dazu kam die Unterstützung des Präsidenten, Herr Schaber, Herrn Bauer und Frau Jansen von der Geschäftstelle in Frankfurt. Somit wurde für den 05.04.1993 eine Gründungsversammlung in den Henningshof nach Perleberg einberufen.

An der Gründungsversammlung nahmen folgende Vereine mit ihren Vertretern teil:

  • Verein Berliner Köche von 1841 e.V.
  • Verein Küchenmeisterinnung 1889 e.V.
  • Verein der Köche der Hauptstadt Berlin e.V.
  • Verein der Köche Potsdam und Umgebung e.V.
  • Verein der Köche von Cottbus e.V.
  • Verein der Prignitz e.V.
  • Verein der Ruppiner Köche 1992 e.V.
  • Verein der Köche Magdeburg e.V.
  • Verein der Finsterwalder e.V.
  • Verein der Köche Scharmützelsee und Umgebung

Von Seiten des Präsidiums waren Herr Schaber und Herr Bauer sowie Frau Jansen als Geschäftsführerin des VKD anwesend. Nach eingehenden Ausführungen durch den Präsidenten über die Aufgaben einer AG sowie der daran sich anschließenden Diskussion und Vorschläge zu den Vorstand wurde der 1. Vorstand gewählt:

  • 1. Vorsitzender – Herr Lutz Borrmann
  • 2. Vorsitzender – Herr Klaus Lindner
  • Schriftführer – Herr Gerhard Redlich
  • Jugendsprecher – Frau Thea Notnagel
  • Kassierer – Herr Klaus Armbruster
  • Revisor – Herr Peter Patusa (verstorben)

Für die Generalversammlung kandidierte Herr Peter Mahler als Vizepräsident und Klaus Christian Ulrich als Beisitzer. Somit waren die Weichen gestellt, so dass die neuen und alten Vereine als AG zur Generalversammlung in München auftreten konnten. Die ersten Jahre waren jetzt geprägt durch den Aufbau einer gut funktionierende AG, um den Kochberuf in den neuen Ländern wieder auf eine solide Basis zu stellen.

Erste Jahre

Die 1. Wahlperiode ging mit der Generalversammlung auf der Fähre Kiel-Oslo-Kiel zuende. In der Zwischenzeit hatte sich die AG Mitteldeutschlands gebildet. Bei der Wahl der Beisitzer konnte ein stilles Abkommen eingehalten werden, wer den Vizepräsidenten als AG über die Blockwahl stellt. Nach der Generalversammlung stand die Wahl des Vorstandes für die 2. Wahlperiode an. Da einige nicht mehr antraten, war es schwerer, einen neuen Vorstand zu finden, aber schließlich gelang es folgenden neuen Vorstand zu wählen:

  • 1. Vorsitzender – Herr Christian Ulrich
  • 2. Vorsitzender – Herr Andreas Rohde
  • Schriftführer – Herr Heinz Kontowski
  • Jugendsprecher – Frau Thea Notnagel
  • Kassierer – Herr Klaus Armbruster
  • Revisor – Herr Michael Kabeeren

In der Zwischenzeit waren auch zwei neue Vereine hinzugekommen, nämlich der “Verein Usedomer Köcheclub von 1996 e.V.” sowie der “Zweigverein der Köche BAR-UM-Mol e.V.”. Die 2. Wahlperiode war von Höhen und Tiefen in der Arbeit geprägt, nämlich 1. der weit auseinandergezogene Vorstand, 2. der große Arbeitsanfall der Vorstandsmitglieder, 3. die Kollegen des Magdeburger Vereins wollten mitten in der Wahlperiode zur AG Mitteldeutschland, so dass sich fast der gesamte Vorstand änderte. Als bekannt wurde, das Magdeburg ausscheidet, legte Herr Rohde sein Amt nieder, um Neuwahlen zu ermöglichen. Das wollte aber Herr Ulrich nicht, sodass Herr Friedrich in den Vorstand kooptiert wurde. In dieser Zeit viel die Diskussion um die Satzungsänderung sowie die Umbenennung der AG in Landesverbände und die Vorbereitung der Generalversammlung in Gelsenkirchen und die Neuwahl des Landesvorstandes. Dies erfolgte auf der Frühjahrstagung in Bad-Saarow. Zur Neuwahl mit Unterstützung von Herrn Borrmann und Herrn Rohde wurden gewählt:

  • 1. Vorsitzender – Herr Peter Friedrich
  • 2. Vorsitzender – Herr Volker Ehrlich
  • Schriftführer – Herr Uwe Scotland
  • Jugendsprecher – Frau Thea Notnagel
  • Kassierer – Herr Klaus Armbruster
  • Revisor – Herr Michael Häberer

Dazu wurden zur Verstärkung in den Vorstand kooptiert: Herr Kontowski, P. Peter, Peter Meißfeld, Rüdiger Lehmann. Schwerpunkte der Arbeit waren jetzt die Beschlüsse der Generalversammlung sowie aus den jetzt ständigen Zusammentreffen der Landesvorsitzenden mit dem Präsidium umzusetzen.

Die Zweigvereine

Usedom

Es ist uns nicht gelungen, den Usedomer Köche Klub von der Auflösung zu bewahren, obwohl man intensive Gespräche mit den Kollegen geführt hat, zuletzt bei der Vorbereitung des Rudolf-Achenbach-Preises 2003. Mit dem Usedomer Köche-Club gab es in seiner Zugehörigkeit kaum Verbindungen, da sie “so weit ab vom Schuss” waren und es in dem Verein von Anfang kriselte, wie sich hinterher herausstellte, was bei ihrer Teilnahme an den Tagungen nicht spürbar war.

Berlin – 1841

Höhepunkte und Schwerpunkte des Berliner Vereins 1841 e. V. waren unter anderem der 15. Jahrestag des Vereins, die Organisierung des Sommerfestes der Berliner Köche, die Weihnachtsfeiern für die Veteranen unter dem Motto „Der Vorstand kocht“, die Ausrichtung des Landesausscheids des Rudolf – Achenbach – Preises im ABZ am Kurfürstendamm sowie mehrere Jahre Unterstützung des ETO-Preises. Ein Höhepunkt war die Fusion mit der Küchenmeisterinnung im Jahre 2002. Die Küchenmeisterinnung war als selbstständiger Verein aktiv mit dem Wizorek-Pokal beschäftigt, sowie für die Ausarbeitung der Warenkörbe für andere Wettbewerbe verantwortlich, stellte Juroren für Wettbewerbe und Prüfer bei Meisterprüfungen zur Verfügung. Es ist eigentlich schade, dass es die Meister-Innung als Traditionsverein und Institution für die Werbung zu Meisterprüfungen nicht mehr gibt.

Berlin – Hauptstadtköche

Der Verein der Hauptstadt Berlin hat in seiner kurzen Geschichte beachtliche Erfolge in seinem Vereinsleben erreicht, das fing an mit einer dreimaligen Teilnahme am Bachefelder Köchemarkt, Erstellung von kalten Büfetts zu Vereinsjubiläums in Ruhpolding, Bad Püning, St. Blasien. Es bildete sich mit Herrn Gäng und Frau Thea Notnagel der Grundstein für eine mehr als 10jährige Jugendarbeit. Der Hauptstadtverein organisierte mehrere Winterbälle für die Berliner Köche. So wurde im Oktober 2002, der Jugend-Creativ-Pokal der Firma Knorr ausgelobt. Für alle interessierten Berliner Auszubildenden werden wöchentlich von Herrn Scotland und Herrn Köchel in der Berliner Brillat-Savarin Schule, für alle Berliner Lehrlinge Trainingsnachmittage organisiert.

Potsdam

Im Potsdamer Verein stand von Anfang an die Jugend mit einen Wettbewerb im Vordergrund – 6x als Roloff-Pokal und 4x als Citti-Pokal im Jahre 2002 mit 36 Teilnehmern im Vorentscheid. Von 1993 bis 2000 war der Verein auch auf dem Beelitzer Spargelfest vertreten, danach ging man ins Sterncenter. Im Laufe der Jahre entwickelte sich daraus ein Berlin – Brandenburger Spargelschälmeister – Wettbewerb. Sie stellten 4x den Sieger und organisierten die Meisterschaft im Marktcenter Potsdam mit Unterstützung des Rewe Marktes, vertreten durch Herrn Grube. Aus den Erlösen, die durch das Spargelschälen erzielt wurden, konnten 1995 – 2002 insgesamt 5.500 Euro auf das Kinder von Aschernbugel Atom überwiesen werden. Aus dem Potsdamer Verein kommen Mitglieder der Nationalmannschaft wie Herr Gödecke und Herr Pülsner, der Regionalmannschaft wie Frau Tucholski, Herr Wiesner, Herr Gohlke und Herr Schmädicke sowie der Jugendnationalmannschaft wie Herr Terucha, zur Zeit in Hayett, Dubai.

Cottbus

Höhepunkte in den letzten Jahren Vereinstätigkeit der Cottbuser waren: Durchführung von Wettbewerben, jährlich wiederkehrende Köchebälle, jährliches Spargelschälen zugunsten von Behinderten – Einrichtungen, Exkursion ins Erzgebirge, Jury Mitglieder für den Erdgas Pokal, Eine Reisegruppe des Vereins begleitet die Regionalmannschaft nach Singapur, 2002 und 2003 beteiligten sich erstmals Herr Ehrlich und Herr Dahm an Internationalen Kochkunst-Wettbewerben,Es besteht eine rege Zusammenarbeit mit dem VSR.

Ruppin

Die Ruppiner Köche arbeiten von Anfang an aktiv in ihrer Region mit der Organisation von Veranstaltungen zugunsten der Förderung des Kochberufes bei Volksfesten und ihren Köchebällen. Sie führten von Anfang an einen Pokal “Kochen für Lehrlinge” durch. Mit der Gründung der Regionalmannschaft haben sie mit ihren Mitgliedern Herrn Rohde, Herrn Nagel und Herrn Pfefferlein an 3 Olympiaden und vielen Ausstellungen teilgenommen.

Prignitz

Der Verein der Prignitzer Köche arbeitet in seiner Region aktiv an der Gestaltung des Vereinslebens. Dies drückt sich insbesondere bei geselligen Veranstaltungen aus. Sie haben mehrmals auf der Papenburg ein Rittermahl gekocht. Sie haben öfters bei ihrem Vereinsmitglied Sajir Kniper Kohlessen organisiert. Schwer fällt ihnen noch die Arbeit mit Jugendlichen und sie für das Vereinsleben zu gewinnen, obwohl aus ihrer Region der Jugendweltmeister Herr Rooh kommt. Bei dem Elbehochwasser unterstützten sie ihre Vereinsmitglieder.

Magdeburg

Der Ordnung halber muss gesagt werden, dass sich der Magdeburger Verein während seiner Mitgliedschaft im Landesverband mit einem aktiven Vereinsleben, in Bezug auf Wettbewerbe für Lehrlinge (Stower-Pokal und einem Wettbewerb zu ihren jährlichen Köcheball) hervortun konnte. Mit der Jugendgruppe wurden eine Vielzahl von praktischen Unterweisungen durchgeführt.

Finsterwalde

Da der Finsterwalder Verein nach einem kuriosen Start in das Vereinsleben von sich reden machte, aber bald durch Arbeitsüberlastung des Vorstandes eine Stagnation eintrat, lässt sich außer der Teilnahme am Achenbach-Preis mit den Sieger Herrn Schreiber, nicht viel berichten. Erwähnenswert ist noch die Teilnahme von Herrn Schreiber in Australien, wo er gegen Internationale Konkurrenz einen 3. Platz erreichte. Wir hoffen, dass sich in Finsterwalde mit dem neuen Vorstand ein aktiveres Vereinsleben organisieren lässt, die Hoffnung dazu gibt Thomas Blunck, der seit 2005 den Verein als Vorsitzender leitet.

Scharmützelsee

Der Verein der Köche Scharmützelsee und Umgebung e.V. ist ein noch sehr junger Verein. Am 23. November 1992, im alten Saal der Pechhütte gegründet. Die erste Zusammenkunft fand auf initiative von Herrn Achim Fleischmann statt. Mit Unterstützung der Berliner Kollegen kam es gleich an diesem Tag zur Vereinsgründung. Seit diesem Tag hatte Herr Fleischmann das Zepter in der Hand und war bis zu seinem Ableben  1. Vorsitzender des Vereins. Der Köcheverein ist einer, von zur Zeit ca.150 Zweigvereinen beim Verband der Köche Deutschland e.V. und gehört dem Landesverband Berlin – Brandenburg an, zu dem weitere 7 Köchevereine gehören.

BAR-UM-MOL

Der Zweigverein der Köche BAR-UM-MOL arbeitete in aller Stille, in dem er in seinem Einzugsgebiet, im Rahmen der Ausbildungen, Veranstaltungen organisierte, Wettbewerbe der HOGA und den Europäischen Jugendwettbewerb “Silberne Ähre” begleitete. Auch beim Schuber-Pokal Erdgas für den Kammerbezirk Frankfurt waren sie dabei – sie haben in jeder Hinsicht ein reges Vereinsleben organisiert.

Fachausschuss

Zur Arbeit der Mitglieder des Fachausschusses bzw. Ihre Mitgliedschaft: In den letzten Jahren haben mehrere Mitglieder in Beiraten bzw. Fachausschusses im VKD gearbeitet: Herr Mahler, Herr Ludwig, Herr Gang, Herr Christian Ulrich, Herr Thomas Jarocki und Frau Thea Notnagel, Marina Tucholsky, Holger Stahl, Andreas Rohde, Daniel Schade etc.

Jugendarbeit

Nun zu einem erfolgreichen Thema der AG. Durch die Berufung von Frau Thea Notnagel und Herrn Friedrich zur Jugendnationalmannschaft des VKD trat ein sichtbarer Erfolg in der Jugendarbeit ein, der sich auch bei den Wettbewerben auszahlte, so konnte Frau Thea Notnagel bis zum heutigen Tage große Erfolge einfahren, die die Jugendarbeit weit über die Landesgrenzen hinaus bekanntmachte.

Andreas-Rohde

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